Risikobeurteilungen

Die vom Gesetzgeber geforderte Gefahrenanalyse oder Risikobeurteilung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum CE-Kennzeichen. Das Ergebnis dieser Analyse bildet die Basis für die Sicherheitstechnik und für die Erstellung der richtlinienkonformen Betriebsanleitung.

Um spätere Produktänderungen und unnötige Kosten zu vermeiden, muss die Risikobeurteilung so früh wie möglich durchgeführt werden. Aussagefähige Ergebnisse können nur durch die richtigen Fragestellungen erzielt werden. Eine fachgerechte Risikobeurteilung erfordert, dass alle Gefahrenstellen systematisch ermittelt und die damit verbundenen Risiken bewertet werden. Ein Höchstmaß an Sicherheit ist nur erreichbar, wenn beispielsweise das Benutzerverhalten schon im Analyseprozess berücksichtigt wird. Aus diesem Grund unterstützen wir Hersteller in puncto Sicherheit schon in der Konstruktions- und Entwicklungsphase, aber selbstverständlich auch am fertigen Produkt.

Eine Risikobeurteilung muss nach DIN EN ISO 14121-1 durchgeführt werden und besteht aus Risikoanalyse und Risikobewertung.

Auszug aus DIN EN ISO 14121-1:

Die Risikoanalyse liefert Informationen, die zur Risikobewertung benötigt werden, mit deren Hilfe wiederum Entscheidungen dahingehend getroffen werden können, ob eine Risikominderung erforderlich ist.

Eine Gefahrenanalyse bzw. Risikobeurteilung nach der aktuellen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ist wie folgt aufgeteilt:

  • Identifizierung von Gefahren
  • Risikoeinschätzung
  • Gefahrenreduzierung

Inverkehrbringer von Maschinen und Anlagen müssen den Nachweis erbringen, dass Ihre Maschinen sicher sind. Dieser Nachweis muss außerdem 10 Jahre lang aufbewahrt werden.

Auszug aus aktueller Maschinenrichtlinie 2006/42/EG:

Der Hersteller einer Maschine oder sein Bevollmächtigter hat dafür zu sorgen, dass eine Risikobeurteilung vorgenommen wird, um die für die Maschine geltenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen zu ermitteln. Die Maschine muss dann unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Risikobeurteilung konstruiert und gebaut werden.
 

Im April 2011 erschien die neue DIN EN ISO 12100:2011 „Sicherheit von Maschinen – Allgemeine Gestaltungsgrundsätze – Risikobeurteilung und Risikominderung". Diese Norm fasst die bisherigen DIN-Normen DIN EN ISO 12100-1:2004 und DIN EN ISO 12100-2:2004 sowie die DIN EN ISO 14121-1:2007 einschließlich ihrer späteren Änderungen zusammen.

DIN/EN/ISO 9001:2000 Der deutsche Fachverband für Technische Kommunikation und Informationsentwicklung